In Lehrgang CAS Coaching beim Coachingzentrum wenden Sie effektive Coaching-Methoden an und entwickeln Ihr Coaching-Mindset.

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«Ich halte Coaching-Ansätze in vielen HR-Bereichen für sehr wertvoll»

Andrea Hellmüller schlägt nach einigen Jahren im HR-Bereich neue Wege ein und macht sich selbstständig. Die beim Coachingzentrum im CAS Coaching erworbenen Fähigkeiten konnte sie in ihrer Rolle als HR-Verantwortliche gewinnbringend einsetzen, – und sie prägen nun auch ihre Zukunft.

Interview: Coachingzentrum

Sie haben eine beeindruckende HR-Laufbahn mit über 18 Jahren Erfahrung, davon 13 Jahre am Universitätsspital Basel. Was hat Sie dazu bewogen, zusätzlich zu Ihrer HR-Fachfrau-Ausbildung noch das CAS Coaching zu absolvieren?
In der HR-Beratung hatte ich oft das Bedürfnis, Menschen nicht nur zu beraten, sondern sie aktiv in ihrer Entwicklung zu begleiten. Das hat meine Neugier für Coaching geweckt. Ich wollte lernen, wie ich mit den richtigen Methoden noch gezielter unterstützen kann.

Wie passte das CAS Coaching in Ihre berufliche Entwicklung?
Während meines DAS in angewandter Wirtschaftspsychologie bin ich auf die Coaching-Weiterbildung aufmerksam geworden. Nach dem Theorieteil wollte ich wie erwähnt praktische Tools kennenlernen. Gegen Ende der Coaching-Weiterbildung habe ich als HR-Verantwortliche in einem Betrieb im Bereich Arbeitsintegration gestartet. Ein Umfeld, in dem Coaching eine zentrale Rolle spielt. Das hat ideal zusammengepasst.

Als HR-Verantwortliche stehen Sie täglich vor Herausforderungen wie Mitarbeiter:innengesprächen, Konfliktlösungen und Personalentwicklung. Welche Coaching-Methoden aus dem CAS Coaching setzen Sie konkret in Ihrer HR-Tätigkeit ein?
In meiner HR-Funktion nutze ich spezifische Coaching-Methoden weniger, aber ich merke, dass sich meine Haltung verändert hat. Zum Beispiel in der Art, wie ich Fragen stelle. Zudem coache ich punktuell auch Kundinnen und Kunden, was mir ermöglicht, das Gelernte gezielter einzubringen.

Sie haben Erfahrung im Konfliktmanagement und kennen bereits die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg. Wie ergänzen die Coaching-Tools aus dem CAS Coaching diese bestehenden Kompetenzen?
Vieles aus meiner Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation ist mir im CAS Coaching wieder begegnet. Die Coaching-Ausbildung ergänzt theoretisches Wissen und Erfahrung für mich ideal durch praxisnahe, anwendbare Werkzeuge.

Können Sie ein konkretes Beispiel aus Ihrem HR-Alltag schildern, bei dem Coaching-Methoden einen Unterschied gemacht haben – etwa bei einem schwierigen Mitarbeiter:innengespräch oder einer Teamentwicklung?
In der Weiterbildung habe ich gelernt, Gesprächspausen und Stille bewusster zuzulassen und auch auszuhalten. Dadurch kann ich beim Stellen von Fragen den Gesprächspartnern den Raum geben, den sie brauchen, um selbst Lösungen zu finden, ohne sofort eine Antwort zu liefern. Diese Herangehensweise kann ein Gespräch entlasten.

Viele HR-Fachleute coachen interne Führungskräfte. Wie hat das CAS Coaching Ihre Fähigkeit gestärkt, Vorgesetzte bei Personalthemen zu beraten und zu unterstützen?
Ich glaube, den Unterschied spüre ich vor allem in meiner Haltung. Ich kann je nach Situation leichter Impulse geben, statt Lösungen vorzugeben. Auch hier wende ich jedoch nicht in dem Sinne die Techniken an, wie dies in einem Einzelcoaching der Fall wäre.

In der Personalentwicklung geht es oft darum, Potenziale zu erkennen und zu fördern. Welche Coaching-Techniken helfen Ihnen dabei, Mitarbeitende in ihrer Entwicklung zu unterstützen?
In der Personalentwicklung nutze ich oft Fragetechniken, die Mitarbeitende dazu anregen, ihre eigenen Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. Offene Fragen helfen, persönliche Ziele klarer zu definieren und nächste Schritte zu planen. Die Möglichkeiten sind natürlich je nach Betrieb und betriebsinternen Optionen sehr unterschiedlich.

Hat das CAS Coaching neue Türen in Ihrer HR-Karriere geöffnet oder Ihre Rolle erweitert?
Ja, auf jeden Fall. Ich kann einige Werkzeuge für Entwicklung und Kommunikation nutzen.  Ausserdem habe ich nun meine eigene GmbH gegründet.

Viele HR-Fachleute überlegen sich, ihre Beratungskompetenzen zu erweitern. Was würden Sie HR-Kolleginnen und -Kollegen empfehlen, die sich für das CAS Coaching interessieren?
Ich empfehle, mit Offenheit und Neugier in die Weiterbildung zu starten. Sie ist weniger theoretisch als zum Beispiel die HR-Fachweiterbildung und lebt stark vom praktischen Üben und der eigenen Reflexion. Manche Inhalte gehen tiefer, als wir sie im operativen HR-Alltag direkt anwenden, und doch gibt es wertvolle Impulse, die sich sehr gut in die Beratung integrieren lassen.

Für welche HR-Bereiche oder -Situationen ist  eine Coaching-Ausbildung besonders wertvoll? Wo sehen Sie den grössten Nutzen?
Ich halte die Coaching-Ansätze in vielen HR-Bereichen für sehr wertvoll. Besonders bei Führungsentwicklung, Change-Projekten und Konfliktmanagement. Auch in der Ausbildung von Lernenden kann ich mir den Einsatz gut vorstellen.

Welche Voraussetzungen sollte man als HR-Person mitbringen, um von einer Coaching-Ausbildung zu profitieren?
Wichtig finde ich vor allem die Bereitschaft und Motivation, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mit dem eigenen Menschenbild, der Haltung und den Werten. Die Weiterbildung ist sehr praxisorientiert und fordert viel Selbstreflexion. Deshalb sind Zeit und Offenheit, sich darauf  wirklich einzulassen für mich entscheidende Voraussetzungen.

Wie sehen Sie die Zukunft der HR-Arbeit? Welche Rolle wird Coaching in der Personalarbeit spielen?
Meiner Meinung nach gewinnt Coaching in der Personalarbeit zunehmend an Bedeutung. Die Kombination aus Coaching, Beratung und Training, wie sie am CZO gelehrt wird, empfinde ich daher als besonders wertvoll, weil sie unterschiedliche Bedürfnisse gezielt abdeckt.

Planen Sie, Ihre Coaching-Kompetenzen weiterzuentwickeln oder in neue HR-Bereiche zu integrieren?
Beides, ja. Da bin ich laufend dran.

Wenn Sie das CAS Coaching in einem Satz  zusammenfassen müssten – was würden Sie HR-Kolleginnen und -Kollegen sagen, die noch unentschlossen sind?
Die Weiterbildung ist vom ersten Tag an sehr praxisorientiert und vermittelt eine solide Grundlage, auf der man effektiv aufbauen kann.


"Ich halte die Coaching-Ansätze in vielen HR-Bereichen für sehr wertvoll": HR-Fachfrau Andrea Hellmüller

 

Zur Person

Nach 18 Jahren im HR-Bereich geht Andrea Hellmüller ab Herbst 2025 neue Wege und macht sich selbstständig im Bereich Interim HR, Coaching und Training, mit Fokus Menschen im beruflichen Kontext professionell zu begleiten. Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich als Präsidentin eines Vereins, der mit Stipendien, Mentoring und Coaching Bildungszugänge im südlichen Afrika ermöglicht.