Empowerment – modernes Management-Konzept und gelebte Coachinghaltung

Die Anforderungen an die heutige Arbeitsstelle werden immer vielfältiger. So steht beispielsweise eine sinnvolle Beschäftigung mit viel Freiraum und selbständiges, eigenverantwortliches Arbeiten weit oben auf der Wunschliste vieler Arbeitnehmenden. Dem gegenüber steht oftmals eine Führungskultur mit klaren Hierarchien, Rollen und Kontrollmechanismen. Können diese aufeinander prallenden Welten in eine gemeinsame und für alle Parteien zufriedenstellende Unternehmenskultur überführt werden? Was hat das zudem mit Coachinghaltung zu tun?

Artikel verfasst durch Anja Meier, Coachingzentrum Olten GbmH

Eine mögliche Antwort auf beide Fragen liefert das Konzept des Empowerments. Dieses gründet auf zwei Säulen: der Befähigung und der Ermächtigung.

Mitarbeitende zu befähigen bedeutet, sie so zu unterstützen, dass sie ihre Ressourcen entdecken und nutzen. Ermächtigung meint, dass Verantwortung delegiert wird. Beide Elemente – Befähigung und Ermächtigung – führen dazu, dass bei den Mitarbeitenden das Gefühl der Selbstwirksamkeit entsteht. So gewinnen sie die Kontrolle über die Gestaltung ihres (Arbeits-)Lebens zurück, kommen ins Handeln, überwinden das Gefühl der Einflusslosigkeit und gelangen zu Eigenverantwortung und Selbständigkeit.

Welches Mindset liegt dem Empowerment-Konzept zugrunde?

Der Ausgangspunkt, um Mitarbeitende gezielt mit ihren Ressourcen zu entwickeln, ist der Aufbau eines speziellen Mindsets – der Coachinghaltung.

Bevor Mitarbeitende in ihrer eigenen Entwicklung gefördert und gefordert werden, setzt man sich als Führungsperson intensiv mit sich und seinem Tun auseinander. Zu diesem persönlichen Entwicklungsprozess gehört, sich privat wie beruflich zu reflektieren. So lernt man, sich vermehrt auf der Meta-Ebene zu bewegen und eine ganzheitliche Perspektive zu entwickeln. Gelassenheit und ein vertieftes Verständnis für das Gegenüber entstehen. Durch diese Selbsterfahrung und persönliche Entwicklung wird man selbst in die Lage versetzt, seine Mitarbeitenden auf individuelle Weise zu fördern und zu fordern. Dadurch werden sie ermutigt, eigene Lösungen zu finden und nachhaltig ihre eigenen Ressourcen auszubauen und zu stärken.

Weitere Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung

Wichtige Voraussetzungen sind die Akzeptanz und das Vorleben des Empowerment-Konzepts durch das Management, ansonsten kann es nicht die volle Wirkung und das Potential vollständig entfalten.

Weiter sind das Schaffen einer Vertrauenskultur und die Bereitschaft zur Delegation von Verantwortung auf allen Hierarchieebenen genauso wichtig wie eine entsprechende Qualifizierung und Kommunikationsfähigkeiten sowie eine offene und transparente Informationspolitik im Unternehmen.

Welchen Nutzen bringt Empowerment?

Umfassend gelebt und eingesetzt bewirkt Empowerment auf Seite der Mitarbeitenden, des Unternehmens und des Managements viele Vorteile.

Für die Mitarbeitenden:
Empowerment führt zu einer subjektiven Arbeitszufriedenheit, die eine optimale Nutzung der vorhandenen Potentiale und Fähigkeiten ermöglicht. Eine Steigerung der Arbeitsmotivation wird dadurch oft auch erreicht, so dass die Mitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit ganz eigene sinnstiftende Tätigkeiten entdecken.

Für das Management:
Auf Seiten der Führung kann eine wahre Entlastung erreicht werden. Je mehr das Management von seiner Kontrollfunktion abgibt, desto mehr kann es sich auf strategische Aufgaben konzentrieren.

Für das Unternehmen:
Durch die erhöhte Arbeitszufriedenheit und -motivation wird von alleine eine Mehrleistung erbracht. Die Fluktuationsrate wird reduziert, da die Mitarbeitenden mehr Spass an der Tätigkeit haben und deshalb weniger auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind.

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Das Empowerment-Konzept ist keine Zauberformel für jedermann, sondern soll jeweils individuell auf die potentielle Anwendung geprüft werden. Aber der Umgang mit Mitarbeitenden wird durch das Konzept deutlich entspannter, motivierender und nicht zuletzt auch produktiver und effizienter!

Die Coachinghaltung legt den Grundstein für eine Unternehmenskultur der Toleranz und gegenseitigen Respekts. Aus dieser Teamgeist und Zusammenarbeit fördernden Atmosphäre kann sich eine positive Spirale entwickeln, wovon alle involvierten Parteien nur profitieren.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.

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