Interview mit Lisa Schlegel

Teams und Gruppen wirkungsvoll als Supervisor und Teamcoach begleiten

Erfahren Sie in diesem Interview, wie Sie sich selbst beruflich breiter aufstellen und Ihr Betätigungsfeld erweitern können – und was Ihr Team zu höherer Arbeitszufriedenheit und Leistung führt. Praxisnah erzählt Lisa Schlegel im Interview von ihrer Erfolgsstory.

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Lisa Schlegel

Tätig als Personalentwicklerin in der Bundesverwaltung und selbständig als Coach und betriebliche Mentorin, Supervisorin und Teamcoach www.latela.ch

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Liebe Frau Schlegel, Sie haben vor kurzem unseren Lehrgang «Supervision und Teamcoaching» absolviert. Was waren die Gründe, dass Sie sich für diese Ausbildung entschieden haben?

Bei mir waren es zwei Aspekte. Zum einen benötigte ich die Ausbildung für meinen Job, da ich immer wieder auf gruppenbezogenen Fallstellungen treffe und ich mir mehr Sicherheit im Umgang damit wünschte. Ohne fundierte Ausbildung habe ich mir das nicht zugetraut. Zum anderen bin ich in einem Teilzeitpensum selbständig und erhoffe mir dadurch, dass ich zukünftig auch grössere und wiederkehrende Mandate betreuen kann.

Was hat Sie besonders überzeugt an der Ausbildung? Was waren Ihre Highlights?

Die Gruppe war mein absolutes Highlight. Selbstverantwortliches Lernen wurde durch den Lehrgang gefördert, was sich positiv auf die Gruppe ausgewirkt hat. Es war schön zu erleben, wie ein zunächst fragiles Gebilde zusammenwachsen konnte. Jeder brachte einen anderen Rucksack an Erlebnissen und Erfahrungen mit und konnte darauf aufbauen. Wir haben alle voneinander profitiert und konnten live erleben, wie Gruppendynamiken und -prozesse funktionieren. Diese Erfahrung begleitet mich noch heute. Mit einigen aus der Gruppe habe ich nach wie vor Kontakt und wir unterstützen uns gegenseitig mit Tipps und Tricks aufgrund der gemachten Erfahrungen.

Welche Erfahrungen und Impulse aus dem Lehrgang haben Sie persönlich am stärksten geprägt?

Die Lehrcoaches waren super und engagiert. Ihr Fachwissen und ihre Professionalität haben mir imponiert. Aus der Teilnehmendengruppe gab es zudem Personen, die umfangreiches Vorwissen mitgebracht haben. Die Verbindung des Fachwissens und Engagements der Lehrcoaches zusammen mit der spannenden und förderlichen Zusammensetzung der Teilnehmenden hat mich in meiner Entwicklung zur Supervisorin und Teamcoach sehr weitergebracht.

Wie hat sich Ihr Arbeitsalltag seit Ihrer Ausbildung zur Supervisorin und Teamcoach verändert? Wie integrieren Sie Ihr erlerntes Wissen in Ihren beruflichen Alltag? Wie profitiert Ihr Umfeld davon?

Vor der Ausbildung habe ich mich eher gesträubt, mit Gruppen zu arbeiten. Seit ich jedoch das Fachwissen sowie die Tools und Methoden habe, nehme ich solche Anfragen für Arbeiten mit Gruppen gerne an. Von Mal zu Mal gewinne ich mehr Sicherheit und Freude. Ich wachse an meinen Aufgaben, lerne mich besser kennen und kann authentischer mit Teams arbeiten.

Davon profitiert auch mein Umfeld. In meiner Funktion als Personalentwicklerin in der Bundesverwaltung macht die Arbeit als Coach und Teamcoach einen wachsenden Teil meines Pflichtenhefts aus und erlaubt mir Einblicke in viele unterschiedliche Abteilungen und Kulturen. Durch das Feedback merke ich, dass in meinem Umfeld meine Arbeit geschätzt wird. Das bestätigt mich umso mehr, weiter Gruppenanfragen anzunehmen.

Welche Inhalte aus den Ausbildungsmodulen haben in der Praxis besonders geholfen? Was möchten Sie in Zukunft noch stärker umsetzen?

Die Resultate der Auseinandersetzung mit der Gruppe und der Erfahrungsschatz der anderen Teilnehmenden inspiriert mich ich immer wieder in meiner Arbeit.

Was ich zukünftig noch verstärken möchte, ist der Erfahrungsaustausch mit anderen Supervisoren und Teamcoachs. Nach der Ausbildung geraten gewisse Techniken und Methoden sonst in Vergessenheit und wenn ich mich mit anderen austausche, nehme ich immer wieder neue Impulse mit und probiere neue Werkzeuge aus.

Welche neuen beruflichen Möglichkeiten sind für Sie durch die Ausbildung entstanden? Welchen Stellenwert hat die Ausbildung für Sie und Ihren beruflichen Alltag?

Das Zertifikat hat strategisch betrachtet einen hohen Stellenwert, denn der Bedarf an ausgebildeten Supervisoren und Teamcoachs ist hoch. Der Koordinator des Coachingpools in der Bundesverwaltung bestärkte mich in meiner Absicht, diese Ausbildung in Angriff zu nehmen, weil er oft Mühe hat, interne Coachs zu finden, die auch mit Teams arbeiten.

Mir wiederum gibt es Sicherheit, dass ich das benötigte Fachwissen habe. Potentiellen Auftraggebern signalisiert es, dass ich die notwendige Erfahrung und Ausbildung mitbringe. Dadurch kann ich nun mehr und interessantere Sachen machen. Wer weiss, vielleicht werde ich sogar irgendwann voll den Sprung in die Selbständigkeit wagen.

Was denken Sie, für wen eignet sich diese Ausbildung? Was sollten potentielle Interessenten unbedingt wissen?

Die Ausbildung eignet sich für Leute wie mich, die sich breiter aufstellen und ihr Betätigungsfeld erweitern möchten. Aber auch für POE-Fachleute, die beispielsweise interne Programme oder Schulungen durchführen und bereits über einen Coaching-Rucksack verfügen, lohnt es sich.

Wichtig zu wissen ist, dass es kein Führungskurs ist. Es schadet nicht, wenn der Lehrgang als Teil einer Führungsausbildung besucht wird, aber Teamcoaching und Supervision ist für mich nicht gleichzusetzen mit Führung.

Man sollte nicht wehleidig sein, sondern sollte gewillt sein «all in» zu gehen und bereit zu sein, sich mit seiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen, auch wenn es manchmal unangenehm wird. Es bringt sonst in meinen Augen nichts und man kann sich nicht wirklich zu einem Supervisor und Teamcoach entwickeln.

Welche Fähigkeiten sollte eine Supervisorin und Teamcoach mitbringen?

Da gibt es zwei Sachen, die mir relevant scheinen. Zum einen ist es angebracht, dass man sich nicht zu wichtig nimmt und sich selbst bei der Arbeit mit Gruppen zurücknimmt. Es sollte niemals um den Teamcoach gehen, sondern einzig um die Gruppe. Wenn sie mich fast vergessen, passieren oft die besten Dinge.

Zum anderen finde ich es wichtig, dass man selbstkritisch und kritikfähig, authentisch und achtsam bleibt. Als Supervisorin und Teamcoach hilft es, im Austausch mit anderen – und sich selbst – zu stehen. Es bringt mich weiter, wenn ich meine Mandate diskutieren kann und offenes Feedback zu meiner Arbeit bekomme. Genauso wichtig ist mir, genügend Zeit und Energie für eine sorgfältige Reflexion einzuplanen.

Was Sie sonst noch sagen wollten…

Diese Ausbildung ist ein wichtiger Baustein in der Beratungsausbildung. Ich wünsche jetzt schon allen viel Erfolg und Freude damit.

 

Interview zum Downloaden

 

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