IZB-Literaturtipp im April 2020

Das geträumte Land

Imbolo, Mbue (2018) 

«Das geträumte Land» erzählt die Geschichte von zwei Familien: der Familie von Jende Jonga, die aus Kamerun in die USA eingewandert ist und der Familie Edwards, einer gutbetuchten amerikanischen Bankersfamilie. Die beiden Familien könnten unterschiedlicher nicht sein, so scheint es zumindest. Als Jende sich den Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Manager der Lehmann Brothers Bank, ergattert und Jendes Frau sogar als Haus- und Kindermädchen in ihrem Sommerhaus in den Hamptons engagiert wird, treffen die beiden Familien plötzlich aufeinander und merken, was sie verbindet: der Wunsch, ihren Kindern eine gute Zukunft zu bieten. Als Lehman Brothers in der Finanzkrise pleitegeht, wird das Leben und das Wertesystem der beiden Familien dramatisch auf den Kopf gestellt.

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Rating

Inhalt: ★★★★
Darstellung: ★★★★★
Praxisbezug: ★★

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Der erste Roman von Imbolo Mbue behandelt die hochaktuellen Themen Familie, Immigration, Heimat und Gesellschaft. Die unterschiedlichen Figuren werden im Roman differenziert, liebevoll und urteilsfrei gezeichnet. Der Verlauf der Geschichte bringt zum Ausdruck, dass die Grenzen und Unterschiede verschwimmen und man sich als Leser*in darauf einlassen muss. Die Autorin ist in Kamerun aufgewachsen. Sie studierte in den USA, wo sie seit über zehn Jahren lebt.

 

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