Literaturtipp im Juli 2021

Bertrand Piccard & André Borschberg (2019)

Mit der Sonne um die Welt: Der Jahrhundertflug der SOLARIMPULSE


Zwei Menschen und eine Reise rund um die Welt. Bertrand Piccard, stammend aus der berühmten Forscher-Dynastie der Piccards, ist Psychiater und beschäftigt sich heute mit Kommunikationspsychologie, Krisenmanagement und Stressbewältigung. Bereits 1999 umrundete er als erster Mensch die Welt in einem Ballon und schilderte dieses Abenteuer in seinem ersten Buch «Mit dem Wind um die Welt». Sein Schweizer Co-Autor, André Borschberg, ist studierter Maschineningenieur und unternahm von 2015–2016 gemeinsam mit Piccard die erste Weltumrundung in einem selbstgebauten Solarflugzeug, der sogenannten SOLARIMPULSE.

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Unsere Einschätzung

Inhalt: ★★★★
Darstellung: ★★★
Praxisbezug: ★★★

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Unser derzeitiges Leben ist mit einem enorm hohen Ressourcenverbrauch verbunden, welcher schon heute weit über dem liegt, was unsere Erde dauerhaft bereitstellen kann. Daher wird der Einsatz von erneuerbaren Energien (z.B. Solarenergie) für neue Technologien immer wichtiger. Für Entdecker sollte heutzutage also das Ziel gelten, eine bessere Lebensqualität für unseren Planeten zu schaffen. Bertrand Piccard und André Borschberg wollten genau mit diesem Beispiel vorangehen und zeigten, dass es möglich ist, mit einem von der Kraft der Sonne getragenen Flugzeug, die Welt zu umrunden.

Das Buch «Mit der Sonne um die Welt» erzählt die aussergewöhnliche Geschichte zweier Menschen auf dem Weg zum Weltrekord. Es ist die Zusammenfassung eines Jahrhundertprojekts mit all seinen Höhen und Tiefen, Startschwierigkeiten und emotionalen Bruchlandungen. Dieses Buch ist eine Ode an den Pionier- und Entdeckergeist, an die Freundschaft und einen gemeinsamen Traum.

Die Leserinnen und Leser können das Abenteuer aus zwei verschiedenen, sich ergänzenden Ansichten erleben. Denn Bertrand Piccard und André Borschberg schrieben ihre Geschichte gemeinsam, also in sich abwechselnden zwei Stimmen. Über mehrere Kapitel hinweg, vom «inneren Kompass » über «Zwei Männer für ein Cockpit» bis hin zu «Letzte Turbulenzen», erhalten wir Einblicke in die Hoffnungen, Ängste und Schwierigkeiten, in denen die Lösung der Probleme darin zu finden ist, sich gegenseitig zu ergänzen.

Dieses Buch eignet sich für Luftfahrtinteressierte und Technikfreaks, für Abenteurer oder einfach nur für Menschen, die eine spektakuläre Geschichte zu schätzen wissen. Schlussendlich beschäftigt sich dieses Buch aber mit den grossen Lebensfragen des Menschen nach Sinn, Umgang mit Krisen und dem Tod. Es ist also ein Buch für uns alle, denn im Leben ist es nach Piccard wie beim Fliegen: «Um die Flughöhe zu ändern, muss man Ballast abwerfen und lernen, auch mal die Kontrolle abzugeben».

    

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