Stillstand vermeiden – als Unternehmen zukunftsorientiert unterwegs sein

Unternehmen stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. So ist der Umgang mit der VUKA-Welt ein Thema. Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung fordern Arbeitgeber und -nehmer ebenso. Und nicht zuletzt stellt die Entwicklung der heutigen Gesellschaft mit dem starken Trend zur individuellen Selbstverwirklichung und Sinnfindung eine grosse Herausforderung dar. Als Unternehmen eine fast unlösbare Aufgabe – sowohl die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden im Auge zu behalten und gleichzeitig unternehmerisch denkend zukunftsorientiert voranzuschreiten. Supervision und Teamcoaching bietet jedoch genau dafür einen möglichen Weg.

Von Sonja Kupferschmid und Anja Hofstetter Meier, Coachingzentrum Olten GbmH
 

Durch die Veränderungen in unserer schnelllebigen Welt sind strukturelle und organisatorische Anpassungen in Unternehmen an der Tagesordnung. Die vorherrschende Tendenz zur Selbstverwirklichung trägt jedoch dazu bei, dass Mitarbeitende ihre persönliche Entwicklung oftmals höherstellen als berufliches Fortkommen. Das kann dazu führen, dass sich viele Mitarbeitenden durch die kontinuierlich erforderlichen Veränderungen der Arbeitsprozesse und -strategien als Person nicht genug wahrgenommen fühlen. Das Verständnis für die Anpassungen bleibt auf der Strecke und entsprechend scheitern viele Change-Projekte langfristig.

Ein Change-Projekt kann nur schon am internen Widerstand scheitern – ohne Verständnis für die Notwendigkeit oder den Nutzen einer Anpassung wird auf aktive oder passive Weise verhindert, dass die Veränderungen langfristig Einzug in den Arbeitsalltag halten. Eine andere Variante der Verhinderung von Anpassungen geschieht durch Abwanderung von Mitarbeitenden, wenn sie mit den Anpassungen nicht einverstanden sind. Der Rekrutierungs- und Einarbeitungsaufwand steigt dadurch an und der Wissensverlust ist immens. In beiden Fällen führt das Verhalten der Mitarbeitenden dazu, dass ein Unternehmen stillsteht. Das könnte in Zukunft dazu führen, dass die Ressource «Mensch» trotz fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung wieder stärker in den Fokus in den Unternehmen rückt. Ein Umdenken im Umgang mit den Mitarbeitenden ist nötig. Supervision und Teamcoaching setzt genau da an.

Was ist Supervision und Teamcoaching?

Supervision steht für die Beratung von Menschen in ihrer Arbeit und der Entwicklung von fachlichen und psychosozialen Kompetenzen. Es setzt an der Schnittstelle von Profession, Organisation und Person an. Das Verständnis für die gemeinsame erfolgreiche Aufgabenerfüllung steht dabei im Mittelpunkt – sowohl für Arbeitgeber wie auch -nehmer.

Teamcoaching wiederum fokussiert auf die Berufsrolle, Funktion, Leistung und Lösung im System, also innerhalb von Gruppen und Teams.

Supervision und Teamcoaching sind sich einander ergänzende und überlappende Beratungsformen, so dass es absolut Sinn macht, beide Elemente gleichzeitig in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen anzuwenden. So wird Teamentwicklung initiiert, welche die Teamarbeit fördert und zu einer nachhaltigen positiven Einstellung gegenüber Veränderungen beiträgt.

Einsatz von Supervision und Teamcoaching

Die eingangs erwähnten Herausforderungen, denen sich Organisationen heutzutage gegenüberstehen sehen, führen dazu, dass in Unternehmen Strukturen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Mitarbeitenden kontinuierlich angepasst werden. Es liegt auf der Hand, dass nur solche Entwicklungs- und Veränderungsprozesse langfristig erfolgreich sind, die von den Mitarbeitenden effektiv in den Arbeitsalltag integriert werden. Das gelingt nur, wenn die Mitarbeitenden die Veränderungen verstehen, sie mittragen und umsetzen. Genau da steigt Supervision und Teamcoaching ein, indem es die Beziehungsebene, sowie die Ebene der Berufsrolle, Funktion, Leistung und das Finden von Lösungen innerhalb von Gruppen und Teams in den Mittelpunkt stellt.

Als externe Person schaut ein Supervisor und Teamcoach mit den Teams verschiedene Fragestellungen an. Durch die professionelle Begleitung der Prozesse und Fragestellungen schafft der Supervisor und Teamcoach eine Basis, damit Entwicklungen und Veränderungen stattfinden können.

Nutzen für Organisationen

Die Teamentwicklung führt insgesamt zu einer grösseren Arbeitszufriedenheit und damit auch zu einer Leistungssteigerung. Erreicht wird dies unter anderem durch eine Verbesserung der Kommunikation zwischen den Teammitgliedern. Ebenso führt eine professionelle Teamentwicklung durch Supervision und Teamcoaching zu höherer Motivation.

Die Verringerung von Widerständen durch verstärkte Kommunikation führt zu einem höheren Verständnis, dass die Anpassungen für ein Unternehmen wichtig sind um voranzukommen. Es hat zudem den schönen Effekt, dass zukünftige Veränderungsprozesse einfacher und besser aufgenommen, verstanden und umgesetzt werden. Blockaden und Widerstände können deutlich verringert werden. Das Change Management wird dadurch professionalisiert.

Teamentwicklung – das Plus für Unternehmen

Die funktionierende Zusammenarbeit aller Beteiligten ist ausschlaggebend für den Erfolg einer Organisation. Gute Teamarbeit entsteht jedoch selten von alleine. Die Teamentwicklung aktiv zu fördern, ist daher eine der wichtigsten Investitionen für ein Unternehmen. Eine positive Spirale wird in Gang gesetzt, wovon alle langfristig profitieren – Arbeitnehmende wie auch Arbeitgebende. Stillstand bleibt für solche Unternehmen ein Fremdwort.

 

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