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Interview «agile Methoden» mit Sonja Kupferschmid und Karin Sidler

Agilität ist gegenwärtig in Allermunde. Was versteht ihr, liebe Sonja und Karin, unter Agilität?

Sonja: Agilität ist, richtig verstanden und angewandt, mehr als nur ein schönes Modewort. Es steht für vernetztes und systemisches Denken. Im Kleinen wie im Grossen.

Karin fügt hinzu: Agil unterwegs zu sein bedeutet, flexibel auf neue Umstände zu reagieren. Weiter heisst dies, auch proaktiv neue Ansätze zu gestalten, um unvorhergesehene Herausforderungen zu meistern.


Ist das eure neue Management-Philosophie?

Karin: Ja und nein. Agilität auf einen Managementansatz zu reduzieren, ist unserer Ansicht nach nicht ausreichend. Wir integrieren agiles Mindset in unseren Alltag und malen damit unser Weltbild. Agilität fängt nicht um neun Uhr an und verschwindet um fünf Uhr wieder. Viel eher ist es eine Grundhaltung, welche in grossen strategischen, als auch in kleinen privaten Anliegen gelebt werden sollte.

Sonja ergänzt: Dazu kommt, dass Agilität, gerade in der Welt rund um die Begleitungsarbeit, längst nichts mehr Modisches oder Neues ist. Systemisches Denken, bei dem der Mensch und seine Eigenheit im Mittelpunkt steht und so seine eigenen Ziele formuliert und diese auf eigene Art und Weise erreicht, ist die Kernbedeutung von Coaching.


Warum denkt ihr, ist Agilität zurzeit ein so zentraler und omnipräsenter Begriff?

Sonja: Die Welt steht aktuell in windigen, stürmischen Gewässern. Viele Wertvorstellungen werden überarbeitet, neue Werte halten Einzug. Wenn wir beispielsweise die Arbeitswelt 4.0 betrachten und die damit verbundenen Veränderungen, dann merken wir, dass wir einiges überdenken müssen.

Karin führt aus: Um in Zukunft als Organisation erfolgreich unterwegs zu sein, braucht es mehr als nur ein gutes Produkt oder eine stabile Dienstleistung. Die Arbeit wird im Selbstverständnis immer mehr zum Ort, wo Sinnhaftigkeit und Menschzentriertheit walten soll, daher ist es wichtig, mit agilen Methoden einen Arbeitsplatz zu schaffen, der dem Raum gibt.


Somit gibt es agile Methoden. Welche Methoden werden im CZO angewandt, um Agilität zu leben?

Karin: Gerade in der Produkteentwicklung schreiben wir kreative Prozesse gross. Wir geben unseren Mitarbeitenden die Chance, sich auszuleben wo immer es geht, und begrüssen neue Vorschläge und Ansätze.

Sonja übernimmt: Dazu verwenden wir gestandene Tools und Methoden wie beispielsweise die Arbeit mit Kanban oder auch Design Thinking. Wer fundiert Begleitungspersonen aus- und weiterbilden möchte, muss selbst auch dergleichen Ansätze verfolgen. Nur so kann ein zukunftsversiertes Unternehmen lernen und wachsen.

Karin schliesst augenzwinkernd: Lernen und wachsen. Geht es nicht genau darum, wenn wir über Agilität sprechen?

 

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